Handspinngilde e.V. Handspinngilde e.V.

Spinnflügel

Es gibt 2 unterschiedliche Spinnflügel:

Bei diesem Spinnflügel sitzen die Antriebsscheiben (Wirtel, Schnurscheiben) am vorderen Ende des Spinnflügels und sind fest mit diesem verbunden.Dieser hier hat sogar 2 verschieden große Scheiben und somit zwei verschieden schnelle Übersetzungen zur Verfügung, je nachdem über welche Rille ich die Antriebsschnur des Spinnrades lege. Eine solche Bauform kommt bei einfädigen Spinnrädern mit Spulenbremse (wie z.B. von der Marke Ashford) vor.


a – Spinnöffnung
b – Wirtel, Schnurscheibe
c – Spinnflügelachse

d – Spinnflügelarm
e – Haken


Bei diesem Spinnflügel sitzt die Antriebsscheibe am Ende der Flügelachse und muss abnehmbar sein, damit die Spulen gewechselt werden können. Meist handelt es sich hierbei um eine Steck- oder um eine Schraubverbindung. Bei letzterer muss aber beachtet werden, dass fast ausnahmslos Linksgewinde verwendet werden, d.h. es wird nicht in der üblichen Drehrichtung von Schrauben aufgedreht – also zum Lösen rechts und zum Aufschrauben links herum. Ein Spinnflügel dieser Bauart kann bei Zweifädigen Spinnrädern oder solchen mit Spulenbremse auftauchen.

Es gibt auch Spinnflügel, die ganz ohne einen Wirtel – ohne einen eigenen Antrieb auskommen. Mehr dazu -> einfädiges Spinnrad mit Flügelbremse.

AutorIn: Dagmar Gaber