Handspinngilde e.V.

Vikunja

Vikunjas leben ausschließlich in den Reservaten der Hochgebirge von Peru und Bolivien oberhalb von 3000 m und unterhalb der ewigen Schneegrenze.
An das Leben ind diesen Höhen sind sie dadurch angepasst, daß der rote Blutfarbstoff eine höhere Sauerstoffkapazität hat als der anderer Tiere. Die Haustierformen Lama und Alpaka stammen beide nicht vom Vikunja sondern vom Guanako ab.

Die Vikunja-Faser ist extrem fein (durchschnittlich 13 µ), feiner sogar als Kaschmir. Allerdings ist der jährliche Faserertrag pro Tier mit ca. 20 Gramm pro Tier sehr gering. Das Fell der Vikunjas hat eine rötlich-braune Färbung. Die Beine, Hals und Kopf sind im Gegensatz zu den Alpakas weniger stark behaart. Auf der Brust hat das Vikunja einen hellen Fleck und auch der Bauch und das kurze Fell an den Beinen sind heller.

Während die Inkas noch die Vikunjas zur Schur einfingen und anschließend wieder freiließen, wurden sie später deswegen getötet, so dass das Vikunja heute zu den gefährdeten Arten zählt und unter Schutz des Washingtoner Artenschutzabkommens steht.

Da sich die Bestände durch den Schutz leicht erholt haben, gibt es mittlerweile vereinzelte Sondergenehmigungen zur Nutzung der Vikunjafasern, bei denen die Vikunjas wie zur Inkazeit geschoren u. anschließend wieder freigelassen werden.

Ebenso gibt es vereinzelte Versuche Vikunjas gezielt zu züchten und mehr oder minder in freier Wildbahn zu halten. Dies sowie auch die Nutzung und der Verkauf der Fasern stehen aber unter strengen Kontrollen.

Vikunjafasern sind dementsprechend wertvoll und schwer zu beschaffen und man sollte unbedingt darauf achten, dass diese oder sonstige Vikunjaprodukte aus genehmigten und kontrollierten Vikunjaprojekten und nicht von gewilderten Tieren stammt.