Handspinngilde e.V.

Guanako

Auch dem Guanako erging es später nicht viel besser als dem Vicunja, da dessen Gebietsansprüche mit der Ausweitung des Weidelandes für Schafe in Konkurrenz stand. Deshalb ist die Zahl der Guanakos heute auf nur 1% der früheren Population geschrumpft. Während zur Inkazeit und später das Guanako wegen seines Fleisches geschätzt und gejagt wurde, stammen erste Überlegungen zur Nutzung der Guanakofasern erst aus heutiger Zeit. Die Feinheit und Eigenschaften der Fasern der Unterwolle entsprechen ungefähr dem des Kaschmirs und es wird dementsprechend genauso versponnen und verwendet.

Während bei Lama und Alpaka verschiedenfarbige Tiere vorkommen ist das Fell von jungen Guanakos hell bis honigfarben und verändert sich zu einem warmen, karamellfarben Farbton bis es ausgewachsen ist.

Links und Literatur

Kaye D. Collins: Fiber Basics: Paco-Vicuña. Spinning the Yarn of a Newcomer Spin-Off Winter 2004, Interweave, Seite 64 ff

Bette Hochberg: Handspinnen. Hörnemann Verlag, 1978, ISBN 3-87384-214-9 , Seite 46f

Kathy Bright: Why Llamas? Spin-Off Fall 1997, Interweave, Seite 98f / Spinn-Los Herbst 1997, Traub

Matthias Gauly (Hrsg.): Neuweltkameliden – ein Leitfaden für Halter, Züchter und Tierärzte. 2., durchges. Aufl. 2002. XIV, 173 S. m. 63 Abb. Parey bei MVS, kart. ISBN 3-8263-3407-8

Gerhard Rappersberger: Lamas und Alpakas. und andere Neuweltkameliden. Ulmer Verlag 2000. 112 S., 36 Farbf., 54 sw-Fotos, 5 Zeichn., kart. ISBN 3-8001-3124-2