Handspinngilde e.V. Handspinngilde e.V.

Holzrad-Spindel

Solche Holzräder gibt es in verschiedenen Größen im Baumarkt.

Leider sind die (Achsen-) Bohrungen meist zu klein für den Spindelschaft und müssen aufgebohrt werden und hierin liegt die Schwierigkeit (im Bild links ist dies schon geschehen). Wird diese Bohrung nicht hundertprozentig senkrecht, läuft die Spindel nicht gut und wird mehr oder minder schrecklich eiern. Deshalb sollte man dazu eine Säulenbohrmaschine oder einen guten Bohrmaschinenständer verwenden. Freihandversuche mit der Handbohrmaschine führen i.R. zu keinen brauchbaren Ergebnissen.

Bohrerdurchmesser:

Ich selbst bevorzuge es, einen Bohrer zu verwenden, der etwas dünner als der Schaft ist, denn dann kann ich den Schaft beim Glattschleifen so anpassen, dass der Wirtel stramm auf diesem sitzt und nicht festgeklebt werden muss (bei mehr als 1-2 mm Differenz ist viel (zuuu viel) Schleifarbeit nötig).

So kann man den Sitz des Wirtels immer noch mal verändern und auch ausprobieren, wie einem die Spindel am besten gefällt. Manchmal stellt man so fest, dass die Spindel viel besser läuft, nachdem der Wirtel um ein kleines Stück auf dem Schaft hoch oder runter verschoben oder etwas verdreht wurde.

Eine gute Anfänger- und Allround-Spindel erhält man unter Verwendung der Holzräder mit 7-8 cm Durchmesser (wie rechts im Bild). Ein solches Holzrad wiegt dann meist so um die 35-40 Gramm.

Wer es gerne etwas leichter hat (und lieber etwas dünner spinnen möchte), für den eignet sich auch die Nummer kleiner mit ca. 6 cm Durchmesser, welche ungefähr 20 Gramm auf die Waage bringen. Für diese verwende ich dann am liebsten 6mm starke Rundhölzer.

Ich habe hier auch noch zwei ganz große Holzräder mit 10 cm Durchmesser bei mir herumliegen. Die bringen aber alleine schon 75-80 Gramm auf die Waage und würden somit für eine normale Fallspindel (frei hängend betriebene) wirklich zu schwer werden.

Daraus möchte ich mir mal Navajo-Spindeln bauen, aber das ist eine andere Geschichte und eine ganz besondere Art von Spindel.

  • auf das Preisschild achten. Bei einigen Spindeln, die ich gebaut habe, habe ich mehr Zeit damit verbracht, das Preisschild abzulösen und Kleberrückstände zu entfernen, als mit dem ganzen restlichen Spindelbau zusammen.
  • Wer einen Blick „über den Teich“ riskiert und mal in den USA oder anderen Ländern nach Holz- und Spielzeugrädern Ausschau hält, wird eine viel tollere Auswahl und unterschiedlichste Formen finden können. Hier in Deutschland ist mir bisher nur diese eine gezeigte Art begegnet.

Dass sich diese Spindeln auch wunderbar dafür eignen, schön angemalt und geschmückt zu werden, brauche ich doch nicht extra erzählen – da kommen so kreative Leute wie Handspinner doch von alleine drauf, oder?

Das Baby für „Nähgarn-Spinnereien“ und Fortgeschrittenere

Die Maße: 4 cm Wirtel, 4 mm starker und 12 cm langer Schaft

Das Gewicht: stolze 8 Gramm, die gesamte Spindel

Auch wenn jetzt hier auf der Seite nur Tiefwirtelspindeln abgebildet sind, kann man natürlich mit Holzrädern auch andere Spindelformen bauen, also auch Hochwirtel oder Spindeln des Akha-Typs (Wirtel relativ genau in der Mitte des Schaft) …

Auch sind die Maße der Baby-Spindel nur als Anregung/Beispiel und nicht als zwingend notwendig zu verstehen.

Ein paar nützliche Punkte zum Holzradkauf:

  • auf die gleichmäßige Verteilung der Jahresringe achten. Räder bei denen die Jahresringe auf der einen Seite sehr eng beieinander liegen und auf der anderen Seite ganz weit auseinander, sind oft sehr unwuchtig d.h. auf einer Seite viel schwerer als auf der anderen und eine Spindel daraus wird dann eiern und nicht gut laufen
  • auf das Preisschild achten. Bei einigen Spindeln, die ich gebaut habe, habe ich mehr Zeit damit verbracht, das Preisschild abzulösen und Kleberrückstände zu entfernen, als mit dem ganzen restlichen Spindelbau zusammen.
  • Wer einen Blick „über den Teich“ riskiert und mal in den USA oder anderen Ländern nach Holz- und Spielzeugrädern Ausschau hält, wird eine viel tollere Auswahl und unterschiedlichste Formen finden können. Hier in Deutschland ist mir bisher nur diese eine gezeigte Art begegnet.

Dass sich diese Spindeln auch wunderbar dafür eignen, schön angemalt und geschmückt zu werden, brauche ich doch nicht extra erzählen – da kommen so kreative Leute wie Handspinner doch von alleine drauf, oder?

AutorIn: Dagmar Gaber