Handspinngilde e.V.

Donat-Spindel

Aus schönen Stäben mit denen man normalerweise die Haare bändigt und Steinringen (sog. Donuts) lassen sich wunderschöne Handspindeln bauen. Sie laufen hervorragend, da die Steine normalerweise maschinell hergestellt worden sind und die Schwungmasse sehr hoch ist. Das führt zu einem gleichmäßigen, langen Lauf.

Man benötigt also einen Haarstick, einen Steindonut, im Bild ist es ein Mondstein, und einen kleinen Gummiring.

Diese drei Teile werden einfach aufeinandergeschoben. Der Gummiring hält den Stein so fest auf der Achse, daß der Stein sich beim Spindeln nicht mitdreht. Der Gummiring hat auch noch einen weiteren Vorteil. Der Anfangsfaden kann einfach mit unter den Ring geklemmt werden und verrutscht dann nicht mehr.

Auf dem Bild links ist eine Spindel mit dem Wirtel oben und eine mit dem Wirtel unten zu sehen.

Da diese Spindeln sehr schwer sind, sollte man eine ordentliche Schaftspitze arbeiten. Siehe dazu auch den Teil 1 der Handspindelanleitungen. Bei der Spindel mit dem Wirtel am oberen Ende, habe ich einen Haken eingeschraubt. Wichtig ist dabei, dass ein Loch vorgebohrt wird, sonst ist der Haken danach womöglich nicht in der Mitte, oder das Holz splittert. Bei der Spindel mit dem Wirtel unten habe ich einfach ringsum eine Rille hineingefeilt. Das funktioniert auch ganz gut.

AutorIn: Dagmar Gaber