Handspinngilde e.V.

'Dänische Spindel'

Diese Spindel möchte ich gerne dem dänischen bzw. dänisch-sprachigen Spinnkreis in Flensburg und allen anderen SpinnerInnen in Dänemark widmen.

Ich weiß nicht, wer in Dänemark diese lustigen Geldstücke mit Loch in der Mitte erfunden hat. Bestimmt war es aber jemand mit einem Herz für Handspinner oder besser Handspindler

Im Bild ist eine 5-Kronen-Spindel mit 4mm-Schaft und Baumwolle im Band zu sehen.

Bei der Spindel ist ein Mini-Gummi-Nupsi* und bei dem einzelnen Wirtel ein Stückchen dünner Schlauch aus dem Aquarienhandel als Verbindung von Wirtel-Schaft verwendet.

Der Spindelschaft in dem Bild ist etwas extrem kurz geraten, weil ich ihn nach einem Transportunfall kürzen musste und es bisher noch nicht geschafft habe, ihn durch einen neuen längeren zu ersetzen.

Die richtige Länge des Schaftes hängt von der Körpergröße des Spinners und der Art, wie sie betrieben werden soll ab (an einem Tisch sitzend, auf dem Boden im Schneidersitz ….) und muss durch Ausprobieren ermittelt werden.

Ich benütze diese Spindel nicht frei hängend als Fallspindel, sondern in einer kleinen Schale oder auf dem Tisch stehend. Diese Art von Spindel nennt man Standspindel (oder „supported spindle“ in Englisch).

Eine solche Spindel hat keinen Haken und der Spinnfaden wird auch nicht oben durch einen halben Schlag gesichert sondern einfach spiralig in Drehrichtung auf dem Schaft aufgewickelt.

Beim Spinnen wird der Faden ca. in 45°-Winkel von der Spindelspitze weg ausgezogen und springt bei jeder Umdrehung der Spindel einmal über den Spindelschaft (weswegen dieser besonders gut geglättet sein sollte)

Da so das Gewicht der Spindel nicht am neuen Faden hängt, kann man damit sehr gut, sehr feine und sehr kurze Fasern verspinnen.

*) Mini-Gummi-Nupsi: gleiche Art von Kabeldurchführungstüllen, wie bei der Original-CD-Spindel, nur in viel kleineren Abmessungen

AutorIn: Dagmar Gaber