Spinnen

Spinnen

ein altes Handwerk - ein neues Hobby

Spinnen ist ein phantastisches Hobby! Nicht nur, dass man dabei richtig "Abschalten" kann; mit der selbst gesponnenen Wolle können Sie schöne, kreative Gegenstände mit Ihrer ganz persönlichen Note herstellen. Vielleicht ist das ein Grund sich jetzt eine Handspindel oder ein Spinnrad anzuschaffen und mit dem Spinnen zu beginnen. Außerdem ist Spinnen in der heutigen hektischen Zeit ein schöner Ruhepol zum Rest des Lebensumfeldes.

Wir möchten Ihnen Schritt für Schritt erklären, wie Sie Ihre eigene Wolle spinnen, welche Probleme dabei entstehen können und wie Sie diese lösen. Spinnen erfordert ein wenig Geduld! Aber Sie werden sehen, wenn Sie erst einmal ein Paar Spulen voll gesponnen haben, können Sie nicht mehr aufhören!

Bevor Sie sich an das Spinnrad setzen wäre es von Vorteil mit der Handspindel zu beginnen. Die Handspindel hat auch den Vorteil, dass man sie überall mit hinnehmen kann. Trauen Sie sich ruhig in der Öffentlichkeit zu spinnen. In der früheren Zeit hat das jeder gemacht. Wenn das Spinnen mit der Handspindel gut klappt ist die Zeit gekommen sich an das Spinnrad zu setzen und erste Grundübungen zu machen.

Geschichte

Gesponnen wird wahrscheinlich schon seit über 7000 Jahren. Manche Schätzungen gehen von noch deutlich länger aus. Zuerst haben die Menschen wohl Fellbatzen von den Sträuchern und Büschen gepflückt und diese dann mit den Fingern zu Schnüren gedreht (falls der Lendenschurz der Venus von Lespugue aus Frankreich tatsächlich aus diesen über den Oberschenkel verdrehten Wollsträngen bestand, wie Hochberg annimmt, wäre eine Protoform des Spinnens schon deutlich älter und schon im Neolithikum anzutreffen, also vor 27 000 Jahren), dann sind sie wohl auf Steine und Äste übergegangen. Steine und Äste haben den Vorteil überall herumzuliegen, so dass die nomadisierenden Menschen nichts mit sich herumschleppen mussten. Was allerdings den Nachweis heute natürlich wieder einmal schwierig macht. Heutige Nomadenstämme in Mittelasien praktizieren das allerdings z.T. noch.