In vielen Quellen wird die Erfindung des Tretspinnrades auf das Jahr 1530 datiert und dem Bildhauer Johann Jürgens aus Wattenbüttel zugeschrieben. Es muss aber angenommen werden, dass dies nicht korrekt ist und die Erfindung des Tretantriebes aus England stammt.
Jetzt möchte ich aber den kleinen Ausflug in die Geschichte beenden. Wer sich hierfür näher interessiert, dem sei oben genanntes Buch empfohlen, das 2003 beim Rasch Verlag Bramsche neu aufgelegt wurde.
[Quelle: Almut Bohnsack: Spinnen und Weben. Entwicklung von Technik und Arbeit im Textilgewerbe, 1989, Reinbeck ISBN 3-935326-97-1]
Sollten Ihnen die Bezeichnungen der einzelnen Spinnradteile noch nicht geläufig sein, dann klicken sie auf das Spinnradbild auf der rechten Seite.
Aber nun zurück zu dem Funktionsprinzip von Flügelspinnrädern. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass sich Spinnflügel und Spule mit unterschiedlicher Geschwindigkeit drehen und dadurch der über den Spinnflügel zugeführte frisch gesponnene Faden sich automatisch auf der Spule aufwickelt. Wie genau diese unterschiedliche Rotationsgeschwindigkeit erreicht wird, geschieht nach drei unterschiedlichen Systemen: